Wer führte in der Krise? AfD-Fraktion verlangt Aufklärung zum Vennbrand

Wer führte in der Krise? AfD-Fraktion verlangt Aufklärung zum Vennbrand Amtsleiter Andreas Dovern war nach telefonischer Auskunft urlaubsbedingt abwesend – Fraktion fragt nach Vertretung, Erreichbarkeit und grenzüberschreitender Koordination

Aachen, 19. August 2026

Der verheerende Wald- und Moorbrand im Hohen Venn hat mehr als 3.000 Hektar Naturfläche zerstört und auch die deutsche Grenzregion in eine außergewöhnliche Gefahrenlage versetzt. Einwohner im Raum Monschau mussten ihre Häuser verlassen, Einsatzkräfte aus der StädteRegion Aachen unterstützten die Brandbekämpfung und zeitweise drohte ein Übergreifen des Feuers auf deutsches Gebiet.

Nach einem anonymen Bürgerhinweis hat die AfD-Fraktion im Städteregionstag bei der Verwaltung nachgefragt. Dabei wurde telefonisch mitgeteilt, dass Andreas Dovern, Leiter des Amtes für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz sowie Vorsitzender des grenzüberschreitenden Kooperationsverbandes EMRIC, während eines Teils der akuten Einsatzphase urlaubsbedingt abwesend gewesen sei.

Die AfD-Fraktion hat hierzu eine umfassende schriftliche Anfrage an Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier gerichtet.

„Ein genehmigter Urlaub ist für sich genommen kein Fehlverhalten. Bei einer Gefahrenlage dieser Größenordnung muss aber zweifelsfrei geklärt sein, wer die Verantwortung wahrnimmt, wie die Vertretung organisiert ist und ob die grenzüberschreitende Koordination jederzeit funktioniert hat“, erklärt die AfD Fraktion.

Die AfD Fraktion möchte insbesondere wissen:

🎯 Wer vertrat die Amtsleitung während der Abwesenheit?
🎯 War Herr Dovern erreichbar und wurde eine vorzeitige Rückkehr geprüft?
🎯 Welche Führungs- und Krisenstrukturen wurden aktiviert?
🎯 Wie erfolgte die Abstimmung mit Belgien und über EMRIC?
🎯 Kam es zu Verzögerungen oder Informationsdefiziten?
🎯 Welche dauerhaften Vertretungs- und Alarmierungsregelungen bestehen?

EMRIC soll die Zusammenarbeit von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Katastrophenschutzbehörden über die Grenze hinweg ermöglichen. Nach den veröffentlichten EMRIC-Regelungen werden operative Hilfeleistungen grundsätzlich zwischen den beteiligten Leitstellen koordiniert. Die AfD-Fraktion behauptet daher ausdrücklich nicht, dass der EMRIC-Vorsitzende persönlich die Einsatzleitung vor Ort hätte übernehmen müssen.

„Uns geht es nicht um eine Vorverurteilung, sondern um Transparenz. Die Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass die verantwortlichen Strukturen auch bei einer urlaubsbedingten Abwesenheit vollständig handlungsfähig bleiben“, so der Fraktionsvorstand.

Die AfD-Fraktion wird die Antwort der Verwaltung auswerten und anschließend öffentlich über das Ergebnis informieren